
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Photovoltaikanlage, die speziell für die Installation auf Balkonen oder Terrassen konzipiert ist. Es ermöglicht Haushalten, ihren eigenen Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen und somit die Energiekosten zu senken. Diese Anlagen sind in der Regel einfach zu installieren und benötigen keine umfangreiche Genehmigung, was sie zu einer praktischen Lösung für viele Menschen macht. Mit einem Balkonkraftwerk kann man aktiv zur Nutzung erneuerbarer Energien beitragen.

Vorteile Balkonkraftwerk

KOSTEN SENKUNG
Ein Balkonkraftwerk bietet zahlreiche Vorteile. Es ermöglicht Ihnen, Ihren eigenen Strom zu erzeugen und dadurch Ihre Energiekosten zu senken.

UMWELT
Zudem tragen Sie aktiv zum Umweltschutz bei, indem Sie fossile Brennstoffe reduzieren.

INSTALLATION
Darüber hinaus ist die Installation in der Regel unkompliziert und kann auch in städtischen Gebieten problemlos umgesetzt werden.
Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk – auch bekannt als Mini-Solaranlage oder Plug-&-Play-Solaranlage – ist eine kompakte Photovoltaiklösung für den Eigenverbrauch, ideal für Mieter oder Eigentümer ohne großes Dach. Es funktioniert nach einem einfachen Prinzip:
1. Sonnenlicht trifft auf die Solarmodule
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Die PV-Module (z. B. 300–400 Watt pro Modul) wandeln Sonnenstrahlen in Gleichstrom (DC) um.
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Diese Module sind meist auf dem Balkon, an der Wand, auf dem Dach oder im Garten installiert.
2. Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Haushaltsstrom
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Der Wechselrichter (auch Microinverter genannt, z. B. von Hoymiles oder Deye) konvertiert den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom (AC) – also den Strom, den Haushaltsgeräte nutzen.
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Manche Geräte sind WLAN-fähig und über eine App steuerbar.
3. Strom fließt über Steckdose ins Hausnetz
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Über ein Anschlusskabel mit Schuko- oder Wieland-Stecker wird das Balkonkraftwerk einfach an eine Außensteckdose angeschlossen.
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Der erzeugte Strom wird zuerst im Haushalt verbraucht – z. B. für Kühlschrank, WLAN-Router oder Waschmaschine.
4. Überschuss fließt ins Stromnetz Wird mehr Strom erzeugt als verbraucht, fließt der Überschuss ungemessen ins öffentliche Netz – in Deutschland meist ohne Vergütung, aber legal bis 800 Watt Einspeisung.
Förderung in Ihrem Bundesland
Die Förderung für Balkonkraftwerke (Stecker-Solargeräte) variiert je nach Bundesland und teilweise sogar je nach Stadt oder Gemeinde. Hier ist, wie du herausfindest, welche Förderung es in deinem Bundesland oder Wohnort gibt – plus einige Beispiele:
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Landesförderung prüfen: Viele Bundesländer bieten eigene Programme an.
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Kommunale Förderung checken: Auch Städte, Landkreise oder Stadtwerke fördern Balkonkraftwerke.
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Förderportale nutzen:
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co2online.de/solarfoerderung
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Bester Standort für ein Balkonkraftwerk
1. Ausrichtung
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Südseite: Ideal – den ganzen Tag über Sonne
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Ostseite: Gut – morgens Sonne, perfekt wenn du vormittags Strom brauchst
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Westseite: Gut – nachmittags Sonne, gut für abends aktiven Haushalt
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Nordseite: Nicht empfohlen – zu wenig direkte Sonneneinstrahlung
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2. Neigungswinkel
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20–35° Neigung ist ideal in Mitteleuropa.
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Flach (z. B. Balkonbrüstung): funktioniert auch, aber mit leicht geringerer Leistung.
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Viele Halterungen bieten einen einstellbaren Winkel – das lohnt sich!
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3. Kein Schatten!
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Vermeide:
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Bäume
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Dachvorsprünge
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Geländer, Markisen oder Satellitenschüsseln
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Teilweise Verschattung kann die Leistung stark reduzieren – vor allem bei älteren Modulen ohne „Bypass-Dioden“.
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4. Belüftung & Stabilität
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Die Module brauchen gute Hinterlüftung, um nicht zu überhitzen – das steigert den Wirkungsgrad.
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Auf einem Balkon sollten die Module windfest montiert sein – am besten mit geprüften Halterungen.
Wechselrichter, Module, Speicher – die Technik hinter einem Balkonkraftwerk
Was macht ein Wechselrichter?
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Er wandelt den Strom um. Solarmodule erzeugen Gleichstrom (DC). Das Hausnetz und alle Haushaltsgeräte funktionieren aber mit Wechselstrom (AC) – genau wie der Strom aus der Steckdose. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom (DC) aus den Solarmodulen in wechselstromtauglichen Strom (230 V AC) um. Nur so kann man ihn ins Hausnetz einspeisen und direkt nutzen.
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Wie funktioniert ein Batteriespeicher beim Balkonkraftwerk?
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Ein Batteriespeicher bei einem Balkonkraftwerk sorgt dafür, dass man Solarstrom auch dann nutzen kannst, wenn keine Sonne scheint – zum Beispiel abends oder nachts. Er speichert den überschüssigen Strom, den man tagsüber nicht direkt verbraucht.
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Die Solarmodule erzeugen Strom → dieser wird zuerst direkt im Haushalt verbraucht (z. B. für Kühlschrank, Router etc.).
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Überschüssiger Strom, der gerade nicht benötigt wird, wird nicht ins öffentliche Netz eingespeist, sondern in der Batterie gespeichert.
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Wenn man später Strom braucht (z. B. abends), gibt der Speicher den Strom zurück ins Hausnetz – automatisch über einen intelligenten Wechselrichter mit Speichersteuerung.​
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Viele moderne Systeme wie Zendure, Anker SOLIX oder EcoFlow PowerStream erledigen das automatisch und zeigen dir alles in einer App.
600 W oder 800 W Balkonkraftwerk –Was ist der Unterschied?
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Balkonkraftwerke gibt es mit 600 W oder 800 W Einspeiseleistung. Der wichtigste Unterschied liegt in der Menge Strom, die ins Hausnetz eingespeist werden darf. Bisher waren in Deutschland nur 600 W erlaubt, seit 2024 dürfen Balkonkraftwerke aber bis zu 800 W einspeisen. Dadurch kann mehr Sonnenstrom direkt genutzt und der Stromverbrauch im Haushalt noch besser gesenkt werden.
Beide Varianten funktionieren gleich: Die Solarmodule erzeugen Strom, der über einen Wechselrichter ins Hausnetz eingespeist wird. Mit 800 W kann der Wechselrichter einfach mehr Leistung gleichzeitig abgeben – besonders an sonnigen Tagen ein großer Vorteil.
Gut zu wissen: Neue Geräte sind meist schon für 800 W ausgelegt und einfach anzumelden – ganz ohne Elektriker.
Green Solar Universaldach 900/800
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Testsieger STIFTUNG WARENTEST
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hohe Sicherheit
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900 Wp (bifazial)
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keine App Steuerung
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Wechselrichter: Hoymiles HM-800
Heckert SmartSystem 800+
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Envertech EVT300/600
Solakon onBasic 1000W
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Deye SUN600
Kleines Kraftwerk Duo 900W
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TSUN TSOL-M800
Priwatt priFlat Duo XL 1150W
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